Flüssigkeitsentzug als sportlicher Erfolgsfaktor

 Wasserentzug - eine gute Trainingsmethode zur Abhärtung oder Blödsinn?

Wasserentzug - eine gute Trainingsmethode zur Abhärtung oder Blödsinn?

Während es keine gute Idee ist, seinem Körper zu viel Wasser zuzuführen (Stichwort Überhydration oder Hyperhydration), scheint es für viele Sportler eine Überlegung wert zu sein, die Flüssigkeitszufuhr auf ein Minimum zu setzen. Ist das wirklich eine gute Idee zur Abhärtung oder sogar schädlich?

Was Dich nicht umbringt macht Dich härter

Abhärtung klingt erst einmal gut, oder? Training unter erschwerten Bedingungen kann sich bekanntermaßen positiv auf die Fähigkeit auswirken, Höchstleistungen abzurufen.

Radfahren in der Sauna, Höhentraining und ähnlich "harte Trainingsmethoden" führen zu Anpassungen des Körpers, die die letzten Prozent ausmachen können, wenn es darauf ankommt.

Kaum verwunderlich also, dass die Idee aufkam, die Hydration künstlich herunterzufahren und gegen den Durst anzukämpfen. Und das "am besten" in der Hitze, oder?

Nicht jede gut klingende Idee ist auch wirklich gut

Die NY Times widmete sich vor diesem Hintergrund kürzlich dem Thema Wasserentzug beim Sport. Dazu wird auf eine Studie aus England Bezug genommen, die herausfinden wollte ob der Wasserentzug in der Hitze lediglich ein Stressfaktor ist oder tatsächlich etwas bringt.

Das Ergebnis: Nicht nur führte der bei den Probanden die auf Wasserentzug gesetzt wurden die Dehydration zu zusätzlichem Stress (höhere Cortisolwerte, starkes Durstgefühl). Vielmehr konnten keine positiven Effekte der Tortur nachgewiesen werden.

Außer Spesen also nichts gewesen.

Fazit

Genügend trinken, aber dabei nicht übertreiben. Dem eigenen Durstgefühl vertrauen!