Brauche ich wirklich eine Yogamatte?

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Diese Frage werden sich nicht nur Yoga-Neulinge, sondern auch erfahrene Yogi(ni)s schon gestellt haben: "Brauche ich unbedingt eine Yogamatte?" Man sollte durchaus auch mal hinterfragen wieso man eine Yogamatte benötigt. Die Yogamatte ist schließlich weder Accessoire noch Selbstzweck - oder?

Matten-Geschichte(n)

Yoga gibt es schon lange - Yogamatten nicht

Schauen wir uns kurz an, wie es überhaupt zur Erfindung der modernen Yogamatte kam. Denn eines dürfte uns allen klar sein: indische Yogis konnten ursprünglich wohl kaum auf die Vorzüge einer 6mm-Schaumstoffmatte zurückgreifen. Die Geschichte der Yogamatte ist wesentlich kürzer als die Geschichte von Yoga.

Wie alles begann... in Deutschland

Glaubt man Yogajournal.com nahm alles seinen Lauf... nicht in Indien... auch nicht in Kalifornien... sondern - wer hätte das gedacht - in Deutschland! Die Legende erzählt, dass Angela Farmer, heute als Yogalehrerin in der Türkei tätig, im Jahr 1968 Deutschland besuchte. Die damals noch junge Yogalehrerin war genervt davon, beim Yoga ständig zu rutschen. Es war daher scheinbar ein Geschenk des Himmels als sie auf einem Trödelmarkt rutschhemmende Teppichunterlagen fand.

So kam eines zum anderen. Angela nahm sich ein großes Stück "Teppichanker" mit. Andere Yogis wurden neugierig und wollten auch die rutschfesten Unterlagen haben. Der Rest ist Geschichte.

Wozu eine Yogamatte?

Anti-Rutsch-Effekt

Yogamatten fanden also Verbreitung, weil sie eine rutschfeste Unterlage bieten. Allerdings: Jeder Mensch ist anders und es spricht nichts dagegen, wenn man auch ohne Matte einen festen Griff auf einem Turnhallenboden, im Yogastudio oder zuhause hat. So ehrlich sollte man auch als Yoga-Unternehmen sein, finden wir.

Tatsächlich dürfte es den meisten Menschen aber je nach Jahreszeit, Tagesbefinden und Schweißentwicklung sehr, sehr schwer fallen, einen gleichmäßig guten Grip auf dem nackten Boden zu haben. Hier bieten Yogamatten eine gleichbleibend rutschfeste und gewohnte Unterlage unabhängig vom Untergrund.

Hygiene

Daneben spielt auch die Hygiene eine Rolle. Es ist keineswegs übertrieben pingelig, wenn man beim Yoga lieber einen großen Bogen um Staub und Schmutz macht. An Füßen und Schuhen bleibt so manches hängen, was man nicht unbedingt an der Hand und auf den Klamotten haben möchte. Die Yogamatte bietet eine saubere Unterlage, auch wenn die Umgebung schmutzig ist. Außerdem kann man sie regelmäßig mit Seifenwasser und einem Tuch reinigen und dadurch sauber halten.

Komfort

Selbst die härtesten Mitmenschen sind in unseren Breitengraden Komfort gewöhnt. Man könnte auch weniger wohlwollend sagen: wir sind ein wenig verweichlicht! Wer ist es schon gewohnt, auf dem harten Boden lange zu sitzen oder sogar Sport zu machen? Na also...

Andere Überlegungen

Noch ein paar andere Gedanken zu Yogamatten, die weniger "greifbar" sind.

My home is my castle. Die Yogamatte ist Dein Zuhause. Dein Tempel. Ein Ort den Du nur mit Yoga in Verbindung bringst. Wenn du sie betrittst werden Assoziationen geweckt und Körper und Geist stellen sich auf Yoga ein. Die ideale Voraussetzung um nicht nur körperlich, sondern auch mental voll bei der Sache zu sein!

Bewegung wird begrenzt und definiert durch den uns umgebenden Raum. Yoga machst Du vermutlich meistens auf einer Yogamatte. Sie gibt vor, wie viel Platz Dir zur Verfügung steht. Ein Pluspunkt übrigens für unsere Shanti Mat. Deren Motto ist nicht umsonst "more space - more freedom".

Yogamatten schonen auch den Boden. Das mag in einer Turnhalle weniger relevant sein. Aber wer will schon sein Parkett, Teppichboden usw. zuhause vollschwitzen?

Fazit

Man kann viel streiten über die Wahl der richtigen Yogamatte. Aber es herrscht eine recht große Einigkeit was die Grundsatzfrage anbelangt: Eine Yogamatte zu haben ist sinnvoll und nützlich.