Wie dick eine Yogamatte sein sollte

Yogamatte optimale Dicke.jpg

"Wie dick sollte eine Yogamatte sein?" oder "Welche Dicke sollte meine Yogamatte haben?" sind Variationen einer der am häufigsten gestellten Fragen rund um den Yogamatten-Kauf. Kein Wunder: Schließlich gibt es alles zwischen einer Dicke von weniger als 1 mm bis hin zu extrem dicken Modellen mit einer Stärke von 2 cm!

Auch wenn es manchen Leser enttäuscht: Wir werden in diesem Beitrag KEINE optimale Dicke einer Yogamatte nennen. Nein, wir werden sogar zeigen, dass es wenig sinnvoll ist in Sachen Dämpfung und Komfort nur auf Millimeterzahlen zu schauen. Wir plaudern auch ein bisschen aus dem Nähkästchen. Also hat es dieser Artikel so richtig in sich. Es lohnt sich, bis zum Ende zu lesen!

Es gibt kein one size fits all

Eine Illusion sollte man gleich von Beginn an nehmen: Die optimale Dicke einer Yogamatte gibt es (leider) nicht. Wenn überhaupt, dann gibt es höchstens die für Dich optimale Dicke. Denn wie so oft im Leben gilt: es gibt kein "one size fits all".

Es ist genau wie bei Klamotten. Es hängen ja auch nicht nur T-Shirts in der Größe "M" am Kaufhof-Kleiderständer. :-) Jeder hat andere Bedürfnisse. Jeder ist anders - und das ist gut so!

Körpergewicht

Von Monsieur Pascal hat vielleicht schon der ein oder andere gehört. Dunkle Erinnerungen aus dem Physikunterricht werden bei diesem Namen geweckt. Da ging es doch um den Druck der auf einer Fläche lastet... und beim Zusammenhang zwischen Gewicht und Komfort ist es nicht anders: es geht um reine Physik.

Stell Dir einfach vor, dass sich auf ein und dieselbe Yogamatte zuerst ein Yogi mit 90 Kilogramm Körpergewicht stellt und danach eine Yogini mit 56 Kilogramm Gewicht. Dann wird klar: je schwerer der Mensch, desto mehr Druck lastet auf der Yogamatte an den Stellen, wo der Körper mit der Matte in Berührung kommt.

Wer etwas mehr Gewicht auf die Waage bringt, wird deshalb möglicherweise zu einer besser gedämpften Yogamatte greifen. Nicht zwingend. Aber das Körpergewicht ist schon ein Aspekt, den man zumindest im Kopf behalten sollte.

Balance vs Komfort

Wir haben es schon vor einigen Tagen in unserem Anfänger-Ratgeber zum Yogamattenkauf geschrieben: Komfort erkauft man sich auf Kosten der Stabilität. Normalerweise gehst Du hierbei immer einen Kompromiss ein. Mehr Komfort geht in der Regel auf Kosten der Stabilität und Balance. Das ist die Faustregel. Es gilt beim Kauf der Yogamatte also nicht: "je komfortabler, desto besser!"

Mehr Schein als Sein

Warum es sinnlos ist, Millimeterzahlen zu vergleichen

Ist Dir etwas aufgefallen? Wir haben oben von Dämpfung und Komfort gesprochen - und nicht von der Dicke der Yogamatte. Diese Wortwahl hat einen Grund. Denn die "Dicke" der Yogamatte lässt sich nur in Millimetern messen. Jetzt verraten wir Dir aber einmal ein Geheimnis: Millimeterzahlen zu vergleichen bringt nicht so viel, wie Du vielleicht denkst.

Es gibt viele Yogamatten unterschiedlicher Hersteller die auf den ersten Blick aussehen, als wären sie beinahe identisch. Oder vielleicht sogar vom selben Band gelaufen? Das ist allerdings ein Trugschluss, bei dem Du dich nicht vom Äußeren fehlleiten lassen solltest. Wie auch sonst im Leben sind die inneren Werte nicht zu vernachlässigen. Du solltest also einen Blick unter die Haube werfen!

You get what you pay for

Es hätte für uns reichlich Möglichkeiten gegeben, am Material zu sparen und dabei unsere XXL-Yogamatte gleich dick zu machen. Uns wurden auch deutlich günstigere Schaumstoffqualitäten angeboten. Dann hätten wir jetzt eine von außen betrachtet beinahe identische Shanti Mat für 29,99 € im Angebot, deren Verkaufsvolumen wahrscheinlich um ein Fünffaches höher liegen würde. Allerdings hätten wir dann auch ein minderwertiges Produkt und keine Premium-Yogamatte in unserem Lager.

Der Schaumstoff der bei unserer Shanti Mat zum Einsatz kommt ist mit günstigeren am Markt erhältlichen Varianten kaum zu vergleichen. Ohne dass wir uns hier zu sehr in die Karten schauen lassen wollen: Die Zellstruktur, also das wichtige Innenleben einer Schaumstoffyogamatte, macht den Unterschied. Daher haben wir Billiglieferanten von vornherein aussortiert und im Einkauf viel Geld ausgegeben. Wenn wir unsere Shanti Mat für 29,99 € anbieten würden, könnten wir daher gleich einen Termin bei Peter Zwegat buchen.

Wir glauben an hochwertige Produkte. Billigmodelle landen schnell im Sperrmüll. Und es bleibt danach nur die wenig erfreuliche Erkenntnis, "billig gekauft" zu haben. Nur hochwertige Yogamatten bereiten uns und Dir auf Dauer Freude. Darum verzichten wir lieber auf Umsatz und konzentrieren uns auf die wirklich wichtigen Dinge. Das macht Dich zufrieden und uns glücklich.

Fazit

Erkenntnis Nr. 1: Die optimale Dicke einer Yogamatte gibt es leider nicht. Zu unterschiedlich sind Yogis und ihre Bedürfnisse. Viel wichtiger ist aber Erkenntnis Nr. 2: schau nicht nur auf die Millimeterzahlen! Eine 6 mm starke Matte vom Hersteller A kann sich im Hinblick auf Komfort, Dämpfung und Stabilität völlig anders anfühlen eine 6 mm dicke Matte vom Hersteller B, obwohl beide auch noch ähnlich aussehen. Wie beim Autokauf schauen auch bei Yogamatten die Profis unter die Haube.