Warum Du in unserem Blog keine Artikel über Yogaübungen findest

Surft man im Internet drängt sich der Eindruck auf, dass es einen immensen Bedarf an Artikeln über Yogaübungen gäbe. Jedenfalls schreibt scheinbar die halbe Yoga-Community täglich über neue und alte Übungen, meist mit Bildern und manchmal auch ohne. Deshalb kommt es sogar schon vor, dass uns Leser fragen: "Warum macht ihr nicht auch mal eine Anleitung zu [beliebige Yoga-Übung einsetzen] wie auf der Yoga-Seite [Name einer beliebigen Yoga-Seite einfügen]?".

Hier ist unsere Antwort.

1. Bewegte Bilder

Jetzt mal ehrlich: Wer braucht in Zeiten von YouTube denn noch eine detaillierte Beschreibung oder Zeichnung von Asanas? Video hat Vorfahrt. Übungen werden in den YouTube-Kanälen von renommierten Profis gratis und im Fluss vorgemacht. Das ist unterhaltsamer und lehrreicher als der beste Artikel über Asanas. In Zeiten der Internetvideos wirken letztere so antiquiert wie ein Monokel.

Das war vor wenigen Jahren noch anders. Aber Zeiten ändern sich. Und gleichermaßen der Konsum von Medien. Den Zeitungen machen "epapers" zu schaffen. Der Fernseher wird mit Streamingdiensten statt FreeTV genutzt. Statt gedruckten Büchern wandert immer häufiger ein "Kindle" ins Gepäck. Veränderung ist der Lauf der Dinge. Manchmal beängstigend, aber immer Elixier unseres Lebens. Es bringt nichts, sich gegen die Veränderung der Gesellschaft zu wehren. Stattdessen liegt an uns allen, Gegenwart und Zukunft positiv zu formen.

 In Zeiten von YouTube und Online-Yogakursen finden wir Blogartikel über Asanas anachronistisch.

In Zeiten von YouTube und Online-Yogakursen finden wir Blogartikel über Asanas anachronistisch.

2. Wer braucht das X-te Rezept für Spaghetti Bolognese?

Eine Google-Suche nach "Spaghetti Bolognese Rezept" fördert an die 400.000 Ergebnisse zu Tage. Wer liest das Rezept Nr. 400.001?

So verhält es sich auch mit Artikeln über Yogaübungen. Solange wir also nichts wirklich Innovatives oder Bahnbrechendes zu bieten haben, wird es von uns keine Artikel über Asanas geben. Und wenn wir unsere selbst aufgestellte Regel brechen, dann darfst Du uns gerne in der Kommentarfunktion an den Pranger stellen. ;-)

 Wer braucht denn das eintausendste Rezept für Spaghetti Bolognese?

Wer braucht denn das eintausendste Rezept für Spaghetti Bolognese?

3. Gelesen = umgesetzt?

Wo wir schon beim Thema Rezepte wären. Kürzlich haben wir ein wirklich leckeres Rezept gesichtet. Jedenfalls die Bilder ließen darauf schließen, dass der vegane Kokoskuchen ein echter Gaumenschmaus ist! Aber umgesetzt haben wir es leider noch nicht. Und so wird es vermutlich (hoffentlich nicht!) so enden wie die meisten leckeren Rezepte, über die wir täglich stolpern. Ungekocht, sauber abgelegt im "Rezepte" Ordner. Und im festen Vorsatz, sie doch eines Tages auszuprobieren.

Gleich enden sicherlich auch die meisten noch so toll und liebevoll geschriebenen Artikel über Asanas. Gelesen, registriert und weggeklickt bzw. abgeheftet. (Wir hoffen aber, dass der vegane Kokoskuchen wikrlich bald getestet wird, denn das Rezept macht einiges her! :-))

4. Ab zum Yogaunterricht

Um Yoga zu lernen und Asanas auszuprobieren ist es am besten, wenn Du Dir von einer/einem Yogalehrer(in) mit Erfahrung alle Asanas persönlich zeigen lässt. Nur so kannst Du von persönlicher Bewegungsanalyse und 1:1 Feedback profitieren. Das beugt Verletzungen vor. Außerdem is gerade in Zeiten des Internets persönlicher Kontakt mit Menschen immer wichtiger. Also Zeitung weg bzw. Internetsurfen (einschließlich der Lektüre unseres Blogs) sofort abbrechen - und ab zur Yogastunde!

Fazit

Wir werden erst dann anfangen Artikel über Asans zu schreiben wenn wir der Ansicht sind, dass ein großer Teil der Bevolkerung...

  • keine Yogalehrer in greifbarer Nähe,
  • keinen Zugang zu YouTube und
  • keinen Zugang zu Online-Yogakursen hat.