Yoga und der Nationalsozialismus

Yoga wird meist mit positiver Energie, Fitness und Lebensfreude in Verbindung gebracht. Allesamt positive Assoziationen. Das soll sich durch den heutigen Artikel nicht ändern. Aber es wäre doch sehr beschönigend, wenn man sich immer nur auf eine heile Yogawelt konzentrieren würde. Und Tatsache ist, dass - so unglaublich dies auch klingen mag - Yoga auch in der Zeit Nationalsozialismus praktiziert wurde.

"Wir brauchen eine kritische Yoga-Rezeption, die den Mut hat, sich auch mit den Schattenseiten dieser Tradition auseinanderzusetzen." Mathias Tietke, in Zeit Online.

Das ging sogar so weit, dass nach Recherchen des Journalisten und Yogalehrers Mathias Tietke in Berlin eine Yogaschule bis 1943 betrieben wurde - mit mehr als hundert Schülern. Ein Indologe namens Jakob Wilhelm Hauer machte Yoga "kompatibel" zur NS-Ideologie. Yoga bedeutete zu dieser Zeit aber weniger einen Fitness-Trend wie heute. Im Fokus des Interesses standen vielmehr Philosophie und Lehren des Yoga.

Im folgenden Video könnt ihr mehr erfahren über die Recherchen von Mathias Tietke und die Zussamenhänge zwischen Yoga und Nationalsozialismus:

Mathias Tietke zum Thema Yoga & Nationalsozialismus

Mehr soll eigentlich nicht vorweggenommen werden. Stattdessen möchten wir das Buch zum Thema als Lektüre empfehlen: