5 Dinge auf die Du beim Kauf einer Yogamatte achten solltest

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Wählst Du die richtige Yogamatte aus, wirst Du für lange Zeit eine treue Begleitung haben, die Dir viel Freude bereitet. Trifft Du die falsche Entscheidung, bleibt entweder Zähneknirschen oder eBay. Es lohnt sich also, sich vor dem Kauf Gedanken zu machen.

Unsere eigenen Erfahrungen und Umfragen unter Yoginis und Yogis zeigen uns, dass es eine Handvoll Kriterien gibt, auf die Du beim Kauf einer Yogamatte achten solltest. Stehst Du vor der Kaufentscheidung, solltest Du Dir über folgende Dinge Gedanken machen.

1. Größe

08/15 ist nicht Dein Ding? Du liebst es, Dich frei bewegen zu können und gibst gerne selber den Ton an, lässt Dich nicht einengen? Wieso solltest Du eine Zwangsjacke tragen, wenn es auch luftiger geht? Ähnliche Typfragen stellen sich auch beim Yogamatten-Kauf.

Die Größe der Standard-Yogamatten

Standard-Yogamatten haben eine Größe von ca. 180cm*60cm. Die üblichen "Variationen" (falls man das überhaupt eine Variation nennen kann) sind:

  • 180cm x 60cm
  • 183cm x 61cm
  • 185cm x 60cm
  • ...

Was gegen eine 08/15-Matte spricht

Wir finden, dass ein mickriger Quadratmeter Mattenfläche ganz schön wenig ist. Frauen in Deutschland sind im Durchschnitt ca. 1,64m groß und Männer ca. 1,80m. Wieso sollte man ausgerechnet für einen Sport bei dem sich alles um körperliche und geistige Entfaltung dreht eine Briefmarke als "Übungsplatz" verwenden?

Eine Yogamatte mit einer Größe von 200 x 100 cm ist daher für uns nicht unnötig, sondern fast schon zwingende Voraussetzung für Wohlfühl-Atmosphäre und Spaß am Yoga. So ist schließlich die Idee für unsere Shanti Mat entstanden.

Wir verstehen natürlich, dass jede Yogini und jeder Yogi andere Bedürfnisse hat. Es gibt durchaus auch nachvollziehbare Gründe, eine Standard-Mattengröße zu wählen. Wichtig ist in jedem Fall, dass Du Dir über die ideale Größe Deiner Matte Gedanken machst!

Eine Faustregel zur Berechnung der idealen Mattenlänge für Dich findest Du übrigens hier.

2. Guten Rutsch!

Ein facettenreiches Problem

Ein wirklich sehr wichtiger Aspekt Deiner Yogamatte ist die Rutschfestigkeit. Gleichzeitig ist das vielleicht der schwierigste Teil der Suche. Denn es gibt mehrere Faktoren, die beeinflussen wie sehr Du auf der Matte rutschst:

  • Umwelt: Raumtemperatur & Luftfeuchtigkeit
  • Veranlagung: schwitzt Du an Händen und Füßen eher mehr oder weniger?
  • Yogastil: Welche Art Yoga machst Du? Actionlastige Yoga-Stile führen zu mehr Schweiß und dadurch zu einer feuchten Matte.
  • Material der Yogamatte: manche Materialien sind schlicht rutschiger als andere

Papier ist geduldig

Hier kommen die Herstellerangaben ins Spiel. Der Haken an der Sache ist, dass viele Hersteller sich einfach damit rühmen, dass die angebotene Yogamatte griffig ist. Dahinter steckt die alte Werbetaktik: einfach das Blaue vom Himmel versprechen, Hauptsache das Produkt wird profitbringend an den Kunden verschachert. Im Zweifel sollte man also beim Händler kritisch nachhaken!

Wir bei Shanti Nation machen übrigens gar kein Geheimnis daraus, dass unsere Shanti Mat XXL nicht perfekt für schweißtreibende Yogastile geeignet ist (anders sieht es in Verbindung mit einem Yogahandtuch aus - aber das ist ein anderes Thema). Wie sonst wollen wir 100% zufriedene Kunden haben, wenn wir nicht konsequent fair und transparent kommunizieren?

3. Komfort

Alle Faktoren im Blick

Auch bei Komfort & Dämpfung spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Wie dick ist die Matte in Millimetern?
  • Welches Ausgangsmaterial kommt zum Einsatz? ("PVC", "TPE", "Kautschuk", ...)
  • Wie ist die Qualität des Materials?

Und bitte, ganz wichtig: beim Komfort gilt nicht "je mehr desto besser"! Stell Dir vor, Du würdest auf einer Luftmatratze versuchen, Deine Balance auf einem Bein zu finden. Das wäre vielleicht für sich gesehen eine nette Übung, aber vernünftige Asanas kannst Du dann vergessen.

Es gilt also, den richtigen Mix zu finden aus Komfort und Stabilität. Die Gelenke sollten nicht schmerzen. Man sollte aber auf guten Halt achten und einen festen Untergrund spüren.

Nicht nur auf die Zahlen schauen

Ein Vergleich von verschiedenen Yogamatten anhand von Millimeterzahlen / Mattendicke bringt übrigens nicht viel. Es gibt selbst bei gleichem Ausgangsmaterial und gleicher Dicke der Matte erhebliche Unterschiede. Diese machen sich natürlich auch im Preis bemerkbar. Bei uns kommt zum Beispiel nur high-density Premiumschaumstoff zum Einsatz. So können wir bei der Shanti Mat XXL eine bessere Dämpfung als bei herkömmlichen 6mm-Yogamatten erzielen.

Somit lässt sich zusammenfassen, dass die Frage "wie dick eine Yogamatte sein sollte" nur schwer (bis gar nicht) abstrakt beantworten lässt.

4. Schadstoffe

"Geprüft"

Eine kleine Anekdote aus der Entstehungszeit unserer Shanti Mat XXL:

Die Schadstofffreiheit unserer Produkte ist natürlich eines unserer Hauptaugenmerke. Als wir 2016 mit verschiedenen Lieferanten für die Shanti Mat im Gespräch waren wurden uns - auf unser Verlangen - auch immer brav Zertifikate vorgelegt. "SGS-schadstoffgeprüft" und "TÜV-geprüft", um konkrete Beispiele zu nennen. So sollten wir von der Schadstofffreiheit überzeugt werden. Da wir aber misstrauisch waren und eine Verantwortung gegenüber Yogis und Yoginis haben, vertrauen wir den Lieferanten nicht einfach blind.

Das Ergebnis unserer Recherche lässt sich jetzt auf der Internetseite des TÜV einsehen. Einer der Lieferanten mit denen wir im Gespräch waren hat es dort auf die schwarze Liste "geschafft". Hintergrund: das Zertifikat welches er uns vorgelegt hat war gefälscht! Wenn wir also nicht unablässig weiter recherchiert hätten, wäre das Ergebnis jetzt vielleicht eine schadstoffbelastete Shanti Mat. Nicht nur Dir wird bei dem Gedanken schlecht!

Wem vertraust Du Deine Gesundheit an?

Hier kommt es also auf Vertrauen an. Vertraust Du dem Händler, der Deine Wunsch-Yogamatte anbietet? Vertraust Du ihm auch Deine Gesundheit an? Bist Du absolut überzeugt, dass der Anbieter dieser Yogamatte mehr als nur das Nötige getan hat um sicherzustellen, dass die Yogamatte nicht toxisch ist? Diese Fragen kannst nur Du beantworten.

5. Zum Schluss: besondere Einsatzgebiete

Fälle für Spezialisten

Angenommen Du hast Streit mit Deinem Arbeitgeber. Ein Prozess vor dem Arbeitsgericht wird sehr wahrscheinlich. Du kennst keinen Rechtsanwalt und blätterst daher im Branchenverzeichnis. Du willst dort den besten Anwalt für Deine Zwecke finden. Worauf achtest Du? Nun, ich kann Dir verraten worauf ich achten würde. Ich würde einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wählen.

Sondereinsatzgebiet Urlaub

Wieso solltest Du bei einer Yogamatte anders vorgehen? Wenn Du eine Yogamatte für einen ganz speziellen Einsatz suchst, werden sich die Wahlmöglichkeiten deshalb eingrenzen. Suchst Du eine Matte die Du im nächsten Urlaub mitnehmen kannst? Dann solltest Du nicht einfach nach einer "Yogamatte" suchen, sondern nach einer "Reise-Yogamatte", einer "Travel-Yogamatte" oder einer "Ultra-Light-Yogamatte". Genau das suchst Du schließlich, oder?

(Daher müssen wir bei Shanti Nation derzeit leider auch freundlich abwinken, wenn wir gefragt werden, ob unsere Shanti Mat XXL für Reisen geeignet ist. Die Shanti Mat ist schließlich größer und auch etwas schwerer als Standard-Yogamatten und im Flugzeug daher fehl am Platz.)

=> für spezielle "Einsatzgebiete" solltest Du auch nach einem geeigneten "Spezialisten" suchen.

Fazit

Es gibt 5 Kriterien mit denen Du Dich bei der Auswahl einer Yogamatte auseinandersetzen solltest:

  • Größe
  • Grip / Rutschfestigkeit
  • Komfort
  • Schadstoffe
  • ggf.: besondere Einsatzgebiete

Ein bisschen Menschenverstand ist natürlich auch gefragt. Kann man für 20 € wirklich eine ausgezeichnete Qualität erwarten? Was ist Dir der Spaß am Yoga und die Schadstofffreiheit Deiner Yogamatte wert?